Mathias Kreibich, Architekt BDA - Inhaber

(verheiratet, 3 Kinder)

 

Biografie (Kurzfassung)

1964geboren in Bad Liebenstein

1978 - 1981

erste Hausbauten als Hilfsarbeiter im Familienbetrieb
1981 - 1984Abitur mit Berufsausbildung und Facharbeiter für Wasserbautechnik
1985Arbeit als Zimmermann, Betonbauer und Eisenflechter in Berlin
1985 - 1986Studium am Bauhaus in Weimar, Architektur und Städtebau
1986 - 1987Ausbildung und Tätigkeit als Maurer
1987 - 1989Studium am Bauhaus in Weimar, Architektur und Städtebau
1988 - 1989Politische Haft, Freikauf August 1989
1989Freie Mitarbeit am Centrum Industriekultur, Nürnberg
1990Anstellung als Bautechniker, Nürnberg
1991 - 1994Studium FH Nürnberg, Architektur
1994Diplomarbeit "Das ehemalige Reichsparteitagsgelände, Konzept für einen Dokumentationspark"
1994Gründung blauhaus
1997Kammereintrag Bayerische Architektenkammer
2000Lehrtätigkeit an der FH Nürnberg, Fachbereich Baukonstruktion
2001Markenanmeldung "blauhaus" beim deutschen Patent- und Markenamt Klasse 42
2001 - 2003Ausbildung als Sachverständiger für Schäden an Gebäuden
2004Sachverständiger für vorbeugenden Brandschutz
2008Berufung in den "Bund Deutscher Architekten"
2008Lehrauftrag Hochschule Nürnberg in Baukonstruktion

 

 

Wie ist blauhaus entstanden? Wie hatte es sich zu dem entwickelt, was es heute verkörpert? Die Antworten fanden sich ausschließlich in der Zeit vor 1994.

 

Lebenslauf

Mathias Hennig wurde 1964 in Thüringen geboren. Da er seine frühste Kindheit bei seinem Onkel verbrachte, der Maurer war, prägte schon von klein an das Bauen sein Leben.

 

Ob gemeinsam mit den Dorfbewohnern ein Haus errichten oder später das erste Taschengeld durch Arbeit am Bau zu verdienen, das Bauen wurde seine Welt. Dass aufgrund der Material- und Baustoffpässen immer wieder Not- und Erfindungsreichtum gefordert waren, reizte Mathias Hennig schon in diesen jungen Jahren.

 

Nach der abgeschlossenen Lehre 1984 und seinem Abitur ging er nach Berlin. Er wurde Bauhelfer und blieb seiner Leidenschaft zum Erschaffen treu.

 

Bevor er Ende 1985 die politische Exmatrikulation vom Bauhaus bekam, erlebte er ein Jahr lang dort ein wahres Naturstudium. Sich mit den Urfragen auseinandersetzen, sich mit dem Kern einer Sache beschäftigen. Themen, die Mathias Hennig immer weiter trieben, zu studieren und zu lernen. Nach der erwähnten politischen Exmatrikulation, bekam er von der Hochschulleitung ein Jahr Bewährungsauflage. Er arbeitete in diesem Jahr als Betriebshandwerker in einer Baufirma und sanierte sein erstes eigenes Haus.

 

Nach Ende des Bewährungsjahres und Abschluss der Maurerlehre setzte er sein Studium fort.

 

Doch auch dies war nur von kurzer Zeit, da ihm wiederum nach knapp einem Jahr verboten wurde, weiterzustudieren. An dieser Stelle wurde Mathias Hennig klar, dass er den Konflikt zwischen dem, was er will und dem, was die Politiker dieses Landes von ihm wollten, nicht mehr überwinden konnte. So führte er an der Grenze zu Jugoslawien und Ungarn einen Fluchtversuch durch. Er wurde inhaftiert. Während der Haftzeit ab August 1988 so in verschiedenen Werkstätten eingesetzt. Im August 1989 wurde er durch die Bundesrepublik freigekauft. Er zog nach Nürnberg. Er arbeitete hier als Bau- und Abbruchhelfer und Maurer. Sein größtes Interesse galt aber dem Reichsparteitagsgelände.

 

Kurze Zeit später wurde er in einem Nürnberger Architektenbüro als Bautechniker engagiert. Es lag hier eine devote, gedrückte Stimmung auf allem und Mathias Hennig wurde bald klar, dass dies nicht das sei, was er sich unter seiner späteren beruflichen Laubahn vorgestellt hatte. Er ging an die Fachhochschule in Nürnberg um sein Studium zu beenden. Diese Studienstätte machte nach einer kurzen Orientierungsphase auf ihn einen Eindruck, dass hier Einzelkämpfer ausgebildet werden.

 

Nachdem er 1992 wusste, wo er stand, arbeitete er als Wettbewerbsstudent in verschiedenen Büros in Nürnberg. Doch zog es ihn wieder zurück in die Heimat und so fing er als Student mit einigen Projektentwicklern Anfang der 90iger Jahre an, Projekte in der Heimat zu entwickeln.

 

1994 beschloss er, seine Diplomarbeit über das Reichsparteitagsgelände zu erstellen. Anstatt dies aber eine gute Idee zu finden, erhielt er wenig Unterstützung. Doch er setzte seine Idee durch. Nach Recherchen und Arbeiten im Archiv und am Zeichentisch wurde diese Diplomarbeit nach Fertigstellung kritisch gewürdigt.

 

Und an dieser Stelle entstand blauhaus. Denn nach Veröffentlichung dieser Arbeit erhielt Mathias Hennig seine zwei ersten Aufträge und so gründete er das "blauhaus-Büro für Baukunst".

 

Jedoch verlief die Erfolgskurve von blauhaus nicht ständig himmelwärts. Einen größeren Bruch gab es, als die Firma durch mangelnden Auftragseingang kurz vor Schließung stand und durch eine glückliche Fügung das Büro schließlich doch noch gerettet wurde.

 

An diesem Punkt entsprang die Idee der Marke "blauhaus". Da Mathias Hennig immer mehr zu der Ansicht kam, der Kern des Unternehmens müsse stärker herausgearbeitet werden. So ließ er beim Deutschen Marken- und Patentrecht die Marke schützen, um einfach eine Vision für die Zukunft zu manifestieren.

 

In den Jahren 1998-2005 verdichtete es sich, dass "Im Bestand" gebaut wurde. Hier liegen auch klar die nachweisbaren Kernkompetenzen von blauhaus-Architekten.

 

2007 nahm Mathias Hennig den Namen seiner Familie - KREIBICH - an und 2008 wurde seine Arbeit gewürdigt mit der Berufung in den Bund Deutscher Architekten.

 

Einiges zur Unternehmensvision:

Blauhaus muss da ansetzen, wo das Bauhaus gescheitert ist. Blauhaus wird eine Institution, die Bauen weiter vermenschlicht. Fernab von modischen Strömungen, technisch und handwerklich bedürfnisorientiert, solide und werthaltig geplant. Blauhaus geht in eine private Stiftung ein. Mit dem Ziel, das Leben, Wohnen und Arbeiten im globalen Zeitalter menschenwürdig und ökologisch sinnvoll zu gestalten. Es werden Forschungspreise und Wettbewerbe ins Leben gerufen. Eine Akademie zur Forschung mit differenzierten Anforderungsprofilen wird selbstverständlich in einem noch umzubauenden, historischen Gebäude errichtet.

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